ÜBERBLICK Runes of Magic ist ein Multiplayer-Online-Rollenspiel (MMORG), das in einer mittelalterlichen Fantasy-Welt angesiedelt ist. Durch das Lösen von Aufgaben (Quests) und dem Besiegen von Gegnern lässt sich die eigene Spielfigur vom Schwächling zum mächtigen Runes of Magic Chiefrocker ausbauen, wobei man sich zur Bewältigung vieler Herausforderungen mit anderen Spielern zusammenschließen muss. Runes of Magic wurde von Frogster in Deutschland im März 2009 veröffentlicht. Ein halbes Jahr später folgte bereits die erste Erweiterung (Chapter II: The Elven Prophecy). Hauptunterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz ist die Kostenlosigkeit des Spieles, allerdings gibt es kostenspflichtige Zusatzinhalte (z.B. Reittiere, Spezialausrüstung), die durch ein Micropayment-System erworben werden können.
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UNTER DER LUPE Für die Charaktererschaffung zu Spielbeginn stehen Menschen und Elfen beiderlei Geschlechtes zur Verfügung. Bei den Charakterklassen wählt man in Runes of Magic aus dem üblichen Sammelsurium von Nahkämpfern (Krieger, Ritter, Bewahrer, Schurke), Fernkämpfern (Kundschafter, Magier) und Heilern (Priester, Druide). Eine Besonderheit bietet hierbei das duale Klassensystem, das es ab der 10. Stufe ermöglicht, eine Sekundärklasse zu wählen. Jeweils eine von beiden Klassen ist aktiv und wird weiterentwickelt, wobei die passive Klasse durch bestimmte Fertigkeiten unterstützend weiterwirkt. Somit sind 30 verschiedene Klassenkombinationen möglich!! Die Fähigkeiten des Charakters lassen sich durch das Berufssystem weiter individualisieren. Grundkenntnisse kann man in sämtlichen Berufen erwerben, jedoch lässt sich nur eine bestimmte Anzahl von ihnen zu unterschiedlichen Graden der Meisterschaft ausbauen. Neben dem Herstellen von Gegenständen, ist es bereits früh im Spiel möglich, diese mit den titelgebenden Runen aufzuwerten. Ebenfalls schon zu Spielbeginn erhält jeder Spieler ein Haus, in dem er beispielsweise Gegenstände lagern oder zügig Lebensenergie regenerieren kann.
In Runes of Magic selbst bewältigt man die genretypischen Aufgaben und sammelt für Auftraggeber fleißig Gegenstände, jagt zu diesem Zweck Monster oder ähnliches. Positiv fand ich immer, dass besiegte Kreaturen öfter als in vergleichbaren Spielen brauchbare Gegenstände hinterlassen und nach ihrem Ableben erfreulich schnell wiedererstehen. Cool oder? Eingebettet sind die Aufgaben in nette Hintergrundgeschichten. Wer keine Lust hat, diese zu lesen, findet die zentralen Details auch in seinem Tagebuch. Über die automatische Karte lassen sich die entsprechenden Personen und Orte dann komfortabel aufsuchen. Die meisten Runes of Magic Server stellen den Konflikt des Spielers mit der Umwelt (PvE) in der Mittelpunkt, allerdings ist es ab Level 15 möglich, sich bei entsprechendem Wunsch auch mit anderen Spielern zu messen (PvP). Passende Gegner oder Verbündete lassen sich bei über zwei Millionen Spielern, die sich weltweit auf den verschiedenen Servern (PvE und PvP) tummeln, meist leicht finden. Die Community bietet hierbei, wie üblich, die volle Bandbreite von netten Leuten bis hin zu Vollpfosten. Durch Foren, Gewinnspiele und Community-Treffen ist Publisher Frogster bemüht, die Spielerschaft auch außerhalb des Spieles bei Laune zu halten.
Innerhalb von Runes of Magic sind Grafik, Animationen und Musik in absteigender Reihenfolge hübsch bis ok geraten, allerdings in keinem Punkt bahnbrechend. Die Steuerung folgt dem bei 3D-Spielen üblichen Standard von Tastatur und Maus. Die Menüführung und das Kampfsystem erinnern stark an „World of Warcraft“. Über Tastendruck werden Spezialmanöver ausgelöst, die je nach Charakterklasse von verschiedenen Energieressourcen zehren.
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FAZIT Ohnehin wird jemandem, der WoW kennt, vieles bekannt vorkommen, was den Einstieg erleichtern kann. Gegen die kostenpflichtige Konkurrenz kann Runes of Magic natürlich nicht ganz bestehen, muss sich aber auch keineswegs verstecken. Eine schöne Alternative für alle, die keine monatliche Grundgebühr entrichten möchten und trotzdem ähnliche gute Action suchen.
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